01.März´2010 | Pressereferent

Der Sonntagsspaziergang fällt aus

Ein Bericht von den Landesmeisterschaften des KVSA 2010 in Magdeburg
Es gibt Leute, die legen sich am siebenten Wochentag auf die faule Haut, graben ihren Garten um oder zelebrieren zwischen Ausnüchterungsfrühstück am mitäglichen Morgen und allsogehaßtem Nachmittagskuchen einen mehr oder weniger repräsentativen Sonntagsspaziergang, im Zuge dessen sie sich mit Unmengen Gleichgesinnter regelmäßig auf den berühmten Wecker fallen.

Nach etwas anderem stand am 28.02.2010 einer Vielzahl von Sportlern aus den Reihen des KVSA und auch angrenzender Bundesländer der Sinn, als sie sich schon um 9.00 Uhr in Magdeburg trafen - Denn hier galt es auf der Landesmeisterschaft des KVSA die Besten zu ermitteln.

So kämpften dann in ca. 250 Starts fast 10 Stunden lang in den Disziplinen Kata und Kumite die - an Größe, nicht aber an Kampfgeist - manchmal fast zu übersehenden Jüngsten genauso um Medaillien in Einzel- wie Mannschaftswettbewerben, wie im Gefolge der Jugend und Junioren auch die schon altgedienten Hasen ihr Können wieder einmal - oder immer noch - unter Beweis stellen wollten.

Im Ergebnis waren - insbesondere im Vergleich zu den auf den Landesmeisterschaften im Jahre 2009 gezeigten Leistungen - Kämpfe von durchweg guter Qualiät zu sehen; unsaubere Duelle oder unzureichende Vorstellungen blieben glücklicherweise ebenso die Ausnahme, wie auch schwerere Verletzungen ausblieben.

Dank der Präsenz von - pausenlos beanspruchten - qualifiziertem landeseigenem wie auswärtigem Kampfrichterpersonal konnte die Veranstaltung auf drei Wettkampfmatten auch zügig und ohne größere, erfahrungsgemäß für die Athletehn recht nervende Wartezeiten durchgeführt werden.
Hier zeigte sich jedoch ein Defizit dahingehend, dass es natürlich vorteilhaft wäre, wenn der KVSA über ausreichende Kampfrichter aus seinen eigenen Reihen verfügen würde - wäre das nicht nur von den Kosten, sondern auch hinsichtlich der Sicherstellung einer landesweit einheitlichen Bewertungslinie bei Wettkämpfen ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Insofern sind auch die Vereine gefordert, Sportler aus ihren eigenen Reihen für eine solche Tätigkeit zu interessieren und dem KVSA zu melden bzw. die schon existierenden Inhaber von Lizenzen gefragt, als Kampfrichter auf landesseitigen Veranstaltungen durch ihre Teilnehme entsprechend Flagge zu zeigen und nicht etwa durch Abwesenheit zu glänzen.

Weiterhin fiel - wieder einmal - das schon obligatorische Tohuwabohu um Meldungen, Fristeinhaltungen und Verspätungen negativ in´s Gewicht. Daher sei in diesem Zusammenhnag noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen:
Der jeweilige Veranstalter des Wettkampfes bestimmt verbindlich die Regularien, insbesondere Formalien und Fristen der Anmeldung zu demselben. Er ist dahingehend frei und an keine - insbesondere keine allgemeinen juristischen bzw. verbansrechtlichen - Vorschriften gebunden. Wenn demnach angesichts der in der jeweiligen Ausschreibung befindlichen Anforderungen verspätet gemeldet wird und / oder Meldegebühren zu spät überweisen werden, so ergeben sich die Folgen daraus ebenso aus der Ausschreibung - welche etwa die Form der Fälligkeit einer Nachmeldegebühr oder auch einer nicht möglichen Teilnahme am Wettkampf haben können.
Jegliche Debatte darüber ist demnach obsolet !
Auf ein kulanzweises Abweichen davon besteht ebensowenig ein Anspruch, wie es ein solches in Zukunft aus der Sicht des KVSA angesichts der diesesmal um diese Problematik wieder geführten Auseinandersetzungen bei der nächsten Veranstaltung auch nicht mehr geben wird.
Etwa zu spät gemeldete Athleten müssen dann mit den Folgen der Verspätungen leben, die bis zur nicht möglichen Teilnahme gehen können.

Daher sollten die Vereine darauf achten, die in den Ausschreibungen benannten Fristen unbedingt einzuhalten - sie ersparen sich, dem Veranstalter und letztlich ihren Athleten eine Menge unnötigen ärger.

Ein Dank sei letztlich den Ausrichtern um Mathias Witzke und dem USC Magdeburg sowie den von ihm aquirierten vielen, ehrenamtlichen Helfern ausgesprochen, die das administrative Umfeld so gestalteten, dass sich die Aktiven um nichts anderes als um das Kämpfen zu kümmern brauchten.

Anbei findet sich die Ergebnisliste des Wettkampfes als Anlage.

Weitere Bilder finden sich in Kürze in der Bildergalerie.

Bericht: Ralph Leitloff
Bilder: Daniela Dreiling

Quelle/Link: http://www.karateverband-sachsen-anhalt.de/index.php?key=bWVudWU9MSZzaXRlPWdhbGVyaWU=

Dokument/Ausschreibung: ergebnisliste_lm_2010
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