28.Juni´2010 |
Zwei Vizemeistertitel und eine Menge Medaillien.
Ein Bericht von der Deutschen Meisterschaft des DKV Jugend / Junioren in Oberhausen.
Entgegen alle Planungen des DKV fanden die Meisterschaften kurzfristig vom 12.-13.06.20101 in Oberhausen statt.
Der KVSA war in diesem Jahr mit einem bunten Kaleidoskop von Kämpfern aus verschiedensten Vereinen im Bereich Kata und Kumite vertreten.
Am ersten Tag, bei den Juniorenwettkämpfen, zeigte sich an diesem Tag im Kumite-Bereich Marie Wille im Kumite besonders stark in Form. Sie steigerte sich von Runde zu Runde. So konnte sie einen Kampf, bei dem sie 4: 0 zurück lag, in ein 4: 10 wandeln. Zum Ende reichte es für einen guten 5. Platz. Svea Abel und unsere Damenmannschaft schieden leider vorzeitig aus.
Florian Podack (Yamakawa Ballenstedt) der im Bereich Kata antrat zeigte in der ersten Runde die Kata Anan aus dem Shito Ryu und konnte die Kampfrichter mit seiner Leistung überzeugen. Auch in der zweiten Runden setzte er sich mit der Kata Unshu gegen seinen Kontrahenten durch. Im Poolfinale werteten die Kampfrichter unverständlich gegen ihn. Leider schaffte es sein Gegner in der darauf folgenden Runde nicht weiter zukommen. So blieb Florian der Einzug in die Trostrunde verwert.
Den Abend verbrachten alle Athleten, Trainer und mitgereiste Eltern zusammen in einer Pizzeria. Dies schaffte ein gutes „WIR - Gefühl“ und sollte uns auf den nächsten Tag einstimmen.
Am Sonntag folgten die Jugendwettkämpfe: Nicht nur, dass wir hier über eine größere Anzahl von Athleten verfügten, nein, es waren auch fast alle gleichzeitig dran.
Die wenigen mitgereisten Trainer/Coaches kamen ganz schön ins schwitzen, um alle Athleten zu betreuen.
Im Katawettkampf zeigte Denise Schwarzer (Jitoku Halle) eine sehr stringente Leistung: In der ersten Runde demonstrierte sie eine sehr saubere „Nipaipo“ und wurde damit klar mit 5:0 belohnt. In den nachfolgenden Kämpfen gab sie leider jeweils einen Punkt ab, gewann allerdings immer überzeugend, einmal 4:1 mit „Chatan Yara no Kushanku“ und das zweite Mal mit „Unshu“. Darauf fand sie allerdings zu ihrer gewohnten (Zu-Null-) Form zurück und katapultierte sich mit ihrer „Suparinpai“ und einem deutlichen 5:0 ins Finale. Dort traf sie dann wiederum, wie schon zum German-Kata-Cup, auf ihre Dauerrivalin Yuri Fujiwara:
Diesmal konnte Denise ihrer Gegenerin zwar einen Punkt abringen, verlor aber dennoch 1:4 mit ihrer guten „Matsumura no Passai“ gegen den starken Katavortrag der Athletin von Bundestrainer Efthimios Karamitsos.
Ungeachtet der Niederlage hieß dieses aber das Erringen des Deutschen Vizemeistertitels in dieser Kategorie - übrigens schon das dritte Jahr in Folge !!!
Im Kumite-Vergleich starteten die Athleten des KVSA - Sophie Böttcher, Melina Droste, Sarah Grabert und Denise Schwarzer - fast gleichzeitig:
Melina Droste gewann ihren ersten Kampf, schied dann aber leider aus.
Sophie Böttcher (KIH) steigerte sich von Kampf zu Kampf. Obwohl sie den Einzug ins Finale verpasste, setzte sie sich in der Trostrunde durch und schaffte so einen 3. Platz.
Denise Schwarzer und Sarah Grabert gewannen ihr ersten Kämpfe eindeutig und trafen dann in der 3. Runde - dem Kampf um den Einzug ins Finale - sinnigerweise auch noch aufeinander. Beide lieferten sich einen wahren „Kampf-Krimi: Nach der offiziellen Kampfzeit stand es 1:1 unentschieden. Aber auch nach der Verlängerung (Sai Shiai) konnte sich keine der beiden Kämpferinnen absetzen, wiederum stand es 1:1. Der folgende Kampfrichterentscheid ging zugunsten von Denise aus - dies bedeutet für sie den Einzug ins Finale im Kampf um Platz 1.
Dort lieferten sich beide Kontrahentinnen ein technisch und taktisch sauberes „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Am Ende siegte - obgleich Denise zwischenzeitlich führte - ihre Gegnerin, jedoch zugegebenermaßen auch nur sehr knapp. Das bedeutete jedoch dennoch einen weiteren, beachtlichen - zweiten (!) - Vizemeistertitel für Denise Schwarzer.
Sarah kam trotz ihrer Niederlage noch in die Trostrunde, ließ dort jedoch nichts mehr „anbrennen“ und holte sich die Bronzemedaille.
Als Letzter musste Benjamin Kerber (Zanshin Magdeburg) auf die Tatami. Er kämpfte eine Gewichtsklasse höher, als sonst. Schon im letzten Jahr hatte er eindrucksvoll einen dritten Platz bei der DM erzielt.
Seine Vorrundenkämpfe führte er zwar taktisch, jedoch wurde auch ersichtlich, dass er im Vergleich zum letzten Jahr hatte auch sein Technikspektrum vervielfältigt hatte. Das brachte ihn siegreich bis zum Kampf um den Einzug ins Finale voran. Dort scheiterte er leider an seinen Gegner. Dieser profitierte von den Kontaktbestrafungen, die die Kampfrichter oft ahndeten; “Mubobi“ - Situationen wurden leider nicht erkannt. Obwohl Benjamin darüber sehr enttäuscht war, konnte er sich für die Trostrunde motivieren. Er verlor keinen Kampf mehr und holte noch einen Bronzemedaille.
Auf der Seite der Kampfrichter war Sachsen -Anhalt vertreten. Sven Kleinerüschkamp wurde offiziell zum Bundes - A - Kampfrichter ernannt und leitete seine ersten Kämpfe auf einer DM.
Einen besonderen Dank, den Eltern, die uns unterstützten, uns anfeuerten und zum Teil auch länger blieben, obwohl ihre Schützlinge schon fertig waren.
Einen Dank auch an die Landestrainer Kata und Kumite, Leistungssportreferenten sowie die Heimtrainer der Athleten (u. a. vom KIH; Jitoku; Yamakawa Ballenstedt; Zanshin Magdeburg) für die Unterstützung an diesem langen Wochenende und bei der harten Vorbereitung auf dieses Turnier.
Beiträge: Olav Büttner; Sebsatian Edelmann; Alexander Löwe
Redaktion: Pressereferent
Bilder: DKV
Quelle/Link: www.karateverband-sachsen-anhalt.deDer KVSA war in diesem Jahr mit einem bunten Kaleidoskop von Kämpfern aus verschiedensten Vereinen im Bereich Kata und Kumite vertreten.
Am ersten Tag, bei den Juniorenwettkämpfen, zeigte sich an diesem Tag im Kumite-Bereich Marie Wille im Kumite besonders stark in Form. Sie steigerte sich von Runde zu Runde. So konnte sie einen Kampf, bei dem sie 4: 0 zurück lag, in ein 4: 10 wandeln. Zum Ende reichte es für einen guten 5. Platz. Svea Abel und unsere Damenmannschaft schieden leider vorzeitig aus.
Florian Podack (Yamakawa Ballenstedt) der im Bereich Kata antrat zeigte in der ersten Runde die Kata Anan aus dem Shito Ryu und konnte die Kampfrichter mit seiner Leistung überzeugen. Auch in der zweiten Runden setzte er sich mit der Kata Unshu gegen seinen Kontrahenten durch. Im Poolfinale werteten die Kampfrichter unverständlich gegen ihn. Leider schaffte es sein Gegner in der darauf folgenden Runde nicht weiter zukommen. So blieb Florian der Einzug in die Trostrunde verwert.
Den Abend verbrachten alle Athleten, Trainer und mitgereiste Eltern zusammen in einer Pizzeria. Dies schaffte ein gutes „WIR - Gefühl“ und sollte uns auf den nächsten Tag einstimmen.
Am Sonntag folgten die Jugendwettkämpfe: Nicht nur, dass wir hier über eine größere Anzahl von Athleten verfügten, nein, es waren auch fast alle gleichzeitig dran.
Die wenigen mitgereisten Trainer/Coaches kamen ganz schön ins schwitzen, um alle Athleten zu betreuen.
Im Katawettkampf zeigte Denise Schwarzer (Jitoku Halle) eine sehr stringente Leistung: In der ersten Runde demonstrierte sie eine sehr saubere „Nipaipo“ und wurde damit klar mit 5:0 belohnt. In den nachfolgenden Kämpfen gab sie leider jeweils einen Punkt ab, gewann allerdings immer überzeugend, einmal 4:1 mit „Chatan Yara no Kushanku“ und das zweite Mal mit „Unshu“. Darauf fand sie allerdings zu ihrer gewohnten (Zu-Null-) Form zurück und katapultierte sich mit ihrer „Suparinpai“ und einem deutlichen 5:0 ins Finale. Dort traf sie dann wiederum, wie schon zum German-Kata-Cup, auf ihre Dauerrivalin Yuri Fujiwara:
Diesmal konnte Denise ihrer Gegenerin zwar einen Punkt abringen, verlor aber dennoch 1:4 mit ihrer guten „Matsumura no Passai“ gegen den starken Katavortrag der Athletin von Bundestrainer Efthimios Karamitsos.
Ungeachtet der Niederlage hieß dieses aber das Erringen des Deutschen Vizemeistertitels in dieser Kategorie - übrigens schon das dritte Jahr in Folge !!!
Im Kumite-Vergleich starteten die Athleten des KVSA - Sophie Böttcher, Melina Droste, Sarah Grabert und Denise Schwarzer - fast gleichzeitig:
Melina Droste gewann ihren ersten Kampf, schied dann aber leider aus.
Sophie Böttcher (KIH) steigerte sich von Kampf zu Kampf. Obwohl sie den Einzug ins Finale verpasste, setzte sie sich in der Trostrunde durch und schaffte so einen 3. Platz.
Denise Schwarzer und Sarah Grabert gewannen ihr ersten Kämpfe eindeutig und trafen dann in der 3. Runde - dem Kampf um den Einzug ins Finale - sinnigerweise auch noch aufeinander. Beide lieferten sich einen wahren „Kampf-Krimi: Nach der offiziellen Kampfzeit stand es 1:1 unentschieden. Aber auch nach der Verlängerung (Sai Shiai) konnte sich keine der beiden Kämpferinnen absetzen, wiederum stand es 1:1. Der folgende Kampfrichterentscheid ging zugunsten von Denise aus - dies bedeutet für sie den Einzug ins Finale im Kampf um Platz 1.
Dort lieferten sich beide Kontrahentinnen ein technisch und taktisch sauberes „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Am Ende siegte - obgleich Denise zwischenzeitlich führte - ihre Gegnerin, jedoch zugegebenermaßen auch nur sehr knapp. Das bedeutete jedoch dennoch einen weiteren, beachtlichen - zweiten (!) - Vizemeistertitel für Denise Schwarzer.
Sarah kam trotz ihrer Niederlage noch in die Trostrunde, ließ dort jedoch nichts mehr „anbrennen“ und holte sich die Bronzemedaille.
Als Letzter musste Benjamin Kerber (Zanshin Magdeburg) auf die Tatami. Er kämpfte eine Gewichtsklasse höher, als sonst. Schon im letzten Jahr hatte er eindrucksvoll einen dritten Platz bei der DM erzielt.
Seine Vorrundenkämpfe führte er zwar taktisch, jedoch wurde auch ersichtlich, dass er im Vergleich zum letzten Jahr hatte auch sein Technikspektrum vervielfältigt hatte. Das brachte ihn siegreich bis zum Kampf um den Einzug ins Finale voran. Dort scheiterte er leider an seinen Gegner. Dieser profitierte von den Kontaktbestrafungen, die die Kampfrichter oft ahndeten; “Mubobi“ - Situationen wurden leider nicht erkannt. Obwohl Benjamin darüber sehr enttäuscht war, konnte er sich für die Trostrunde motivieren. Er verlor keinen Kampf mehr und holte noch einen Bronzemedaille.
Auf der Seite der Kampfrichter war Sachsen -Anhalt vertreten. Sven Kleinerüschkamp wurde offiziell zum Bundes - A - Kampfrichter ernannt und leitete seine ersten Kämpfe auf einer DM.
Einen besonderen Dank, den Eltern, die uns unterstützten, uns anfeuerten und zum Teil auch länger blieben, obwohl ihre Schützlinge schon fertig waren.
Einen Dank auch an die Landestrainer Kata und Kumite, Leistungssportreferenten sowie die Heimtrainer der Athleten (u. a. vom KIH; Jitoku; Yamakawa Ballenstedt; Zanshin Magdeburg) für die Unterstützung an diesem langen Wochenende und bei der harten Vorbereitung auf dieses Turnier.
Beiträge: Olav Büttner; Sebsatian Edelmann; Alexander Löwe
Redaktion: Pressereferent
Bilder: DKV
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