19.Juli´2010 | Julia Scharenberg

Internationaler Wettkampf in wettkampfloser Zeit

Ein Bericht von den British International Open 2010
Mit den Sommerferien hatte nicht nur die große Auszeit vom Schulalltag begonnen, sondern auch das Training und die Wettkampfaktivitäten pausierten.
Damit der Sommer nicht ganz wettkampffrei verlaufen sollte, machte sich eine kleine Schar aus den Reihen KVSA, bestehend aus Athleten des KIH am 9.Juli 2010 auf zu den British Open: Julia Scharenbetrg und Stephan Rewohl flogen, in Begleitung von Stephans Vater Raik nach Glasgow/ Schottland, um sich dort bei den British International Open 2010 für den im August anstehenden Wado World Cup in Japan vorzubereiten.

Das schottische Wetter machte seinem Namen alle Ehre, es war kalt, grau, diesig und es regnete (zum Vergleich: Halle/S.:~37°C und Glasgow:14°C). Nach einer angenehm kühlen Nacht und einem „leckeren“ Frühstück ging es los in die Halle.

Kaum angekommen hieß es auch schon warm machen, denn gleich begann die Kategorie Kata Junioren weiblich, in der Julia gemeldet war.

Da so viele Teilnehmer gemeldet waren, musste sie es mindestens bis ins Poolfinale schaffen, um eine Medaille zu gewinnen (es gab an diesem Tag keine Trostrunde). Auf den Punkt genau konnte sie ihre Leitung abrufen und konnte sogar mit den anderen Stilrichtungen mithalten. Letztlich erkämpfte sie sich einen guten dritten Platz und holte somit Bronze.

Auch bei Stephan im Kumite der Leistungsklasse bis 60kg waren die Pools randvoll. Etwas „gewöhnungsbedürftig“ war im Zuge der dort folgenden Kämpfe die eigenartige Weise der Kampfrichter, die hier schiedsten: So gab es zum Beispiel auf Jodan-Techniken ohne weiteres einen Punkt, bei Chudan-Techniken aber erst, wenn der Gegner zu Boden geht. Auch mit den Verwarnungsverteilungen gab es ungewöhnliche Vorgehensweisen: Bei einem offenen Nasenbruch erhielt der „Schläger“ lediglich eine einfache Verwarnung und keine Disqualifikation.

Dennoch gelang es Stephan sich in spannenden Vorkämpfe, die er für sich entscheiden konnte, das Poolfinale zu erreichen. Hier verlor er unglücklich, was nicht zu Letzt auch auf die ungewohnte Reglung der Punktvergabe zurück zu führen war. Dennoch gab es die wohlverdiente bronzene Medaille für Stephan.

Auch Julia konnte im Kumite bis 59kg der Junioren glänzen. Trotz einiger Schwierigkeiten erreichte sie das Finale. In diesem musste sie sich jedoch knapp einer australischen Nationalkaderathletin geschlagen geben. Trotzdem schaffte sie den Sprung auf´s Treppchen und bekam Silber.

Alles in allem war es ein sehr guter Wettkampf mit noch besseren Erfolgen und eine gute Vorbereitung auf den kommenden Monat, wenn die beiden nach Japan fliegen werden.

An dieser Stelle herzliche Glückwunsch für die Medaillen und alles Gute für den anstehenden Start beim Wado World Cup.
Quelle/Link: www.karateverband-sachsen-anhalt.de
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