Im Herbst 2025 bescherte der Wettkampfkalender auch Karatekas aus im Karateverband Sachsen – Anhalt e. V. verorteten Vereinen diverse Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis zu stellen bzw. zu testen.
Und davon wurde rege und erfolgreich Gebrauch gemacht:
So eröffnete sich zunächst die Möglichkeit, sich in einem Trainingscamp und Ländervergleichskampf am 25.10.2025 in Kempten zu beweisen, zu dem Nachwuchsathleten der Altersklassen U16 und U18 (Kumite) des Deutschen Karate Verbandes (DKV) auf Einladung der Bundestrainer angereist waren – unter diesen aus dem KVSA Hanna Olschewski, Lennox Kuchel und Ilyas Karaca.
Wurden in den Trainingseinheiten zunächst Technik, Taktik und Kampfpraxis gezielt geschult, ging es danach gegen Nachwuchsteams aus Italien, Polen, Österreich und Luxemburg in einen internationalen Vergleich.
Bei diesem konnte sich das Team Deutschland unter Mitwirkung der Karatekas aus dem KVSA den zweiten Platz sichern.
Im Zuge dessen zeigten die Karatekas aus Sachsen-Anhalt – wie auch alle anderen des deutschen Teams - starke Leistungen, hohen Einsatzwillen und beeindruckende Teamarbeit. Dies bot auch wertvolle Einblicke in den aktuellen Leistungsstand des deutschen Nachwuchses im internationalen Vergleich.
Der nächste Termin waren die diesjährigen Hamburg Open, ein international besetztes Qualifikationsturnier für die Jugend- und Junioren-Europameisterschaften 2026 auf Zypern.
Bei diesem traten am 01.November 2025 am ersten Wettkampftag knapp 400 Athletinnen und Athleten aus drei Nationen in den Altersklassen U14, U16 und U18 an.
Auch der Karateverband Sachsen-Anhalt e. V. war mit fünf talentierten Nachwuchsathlethen vertreten – und konnte dabei beachtliche Ergebnisse erzielen:
Lennox Kuchel (U16, -70 kg) überzeugte mit einer beeindruckenden Serie: Nach beeindruckenden Siegen erreichte er das Finale seiner Klasse, in dem er sich knapp geschlagen geben musste. Mit dem zweiten Platz sicherte sich Kuchel dennoch ein hervorragendes Ergebnis.
Ebenfalls auf das Podium kämpfte sich Ilyas Karaca (U16, -52 kg):
Nach souveränen Siegen gegen seine Gegner unterlag er erst im Finale nach einer Schiedsrichterentscheidung. Auch er holte somit den zweiten Platz.
Eine Bronzemedaille erkämpfte Johanna Flemming (U16, -61 kg):
Nach klaren Siegen in den Vorrunden musste sie sich im Halbfinale knapp geschlagen geben, bewies jedoch im Kampf um Platz drei Nervenstärke und gewann gegen ihre Gegnerin – was ihr letztlich den dritten Platz bescherte.
Mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille zeigte der Landesverband Sachsen-Anhalt somit eine insgesamt überzeugende Leistung bei diesem stark besetzten Turnier.
Schlußendlich standen am 15.-15.November 2025 die deutschen Meisterschaften Jugend/Junioren in Chemnitz an.
Jene zählt zu den wichtigsten Turnieren im nationalen Karate-Kalender. In der Leichtathletikhalle Chemnitz präsentierten sich im Zuge derer die Karatekas aus Sachsen-Anhalt vom 15.–16. November 2025 in hervorragender Form und konnten beachtliche Platzierungen erreichen sowie wertvolle Erfahrungen sammeln.
Der Samstag begann mit den Begegnungen im Kumite: Ilyas
Karaca (U16 -52 kg) wollte nach seinem Titelgewinn 2024 erneut ganz oben stehen, musste jedoch bereits in der zweiten Runde eine Niederlage hinnehmen – ohne Chance auf die Trostrunde.
Lennox Kuchel (U16 -70 kg) erging es ähnlich: Auch er verlor seine zweite Runde – und konnte somit die Möglichkeit der Trostrunde nicht nutzen.
Doch im Teamwettbewerb der Jungen U16 zeigten Ilyas Karaca, Lennox Kuchel, Bijan Azadi und Leon Buschhaus – alle betreut von Michèl Olschewski – ihren wahren Kampfgeist: Unter 13 gestarteten Teams erreichten sie nach intensiven Duellen einen hervorragenden dritten Platz.
Bei den Mädchen lief der Tag noch eindrucksvoller. Johanna Flemming (U16 -61 kg) kämpfte sich souverän bis ins Finale – gecoacht von Lara Albrecht. Hanna Olschewski (U16 -54 kg) dominierte ebenfalls ihren Pool und erreichte unter der Betreuung von Tim Graefe das „große“ Finale
Im Finale unterlag Johanna ihrer Gegnerin mit 0:4 und wurde somit Deutsche Vizemeisterin.
Hanna hingegen lieferte sich mit ihrer Gegnerin einen beeindruckenden Kamp, den sie klar mit 4:0 gewann und sich damit den Deutschen Meistertitel sicherte – ein herausragender Erfolg für die Athletin aus dem JVSA und ihr Trainerteam.
Summa summarum holten somit alle Kumite-Athleten des Tages eine Medaille – ein außergewöhnliches Mannschaftsergebnis und eine gelungene Motivation für die anstehenden Kämpfe, wie etwa die Anfang Dezember in Venedig anstehende Youth League.
Auch im Kata-Bereich gingen fünf Athleten aus Sachsen-Anhalt bei der DM an den Start: Josephine Besancon (U16), Linnea Asmann (U16), Laura Seiler (U16), Mara Kollmann (U18) und Adrian Jahnsmüller (U18) stellten sich spannenden Kata-Duellen. Am Ende erreichten Linnea Asmann und Mara Kollmann jeweils einen fünften Platz. Für die übrigen Starter reichte es in diesem Jahr nicht für ein Weiterkommen, dennoch zeigten sie starke Leistungen.
Am Sonntag trat Malte Brückner als einziger Kumite-Kämpfer der Kategorie U18 auf die Matte. Nach einem guten Start verlor er seinen zweiten Kampf, erhielt aber eine Chance über die Trostrunde. Diese konnte er leider nicht für sich entscheiden und landete somit ebenfalls auf einem fünften Platz.
Insoweit bewies sich in diesem Herbst einmal wieder, dass sich harte Trainingsarbeit letztlich auszahlt – auch wenn es gegebenenfalls eine Weile braucht und man auf einem dahingehend steinigen Weg auch den ein oder anderen Rückschlag hinnehmen oder Umwege gehen muss. Wie heißt es doch in einem alten Sprichwort: Steter Tropfen höhlt insoweit den Stein.
Text und Bilder: A. Wegner
Redaktion: Pressereferent KVSA
