Der Verein Traditionelle Karate-Do Sportschule Wernigerode e.V., kurz TKS, führte am 18.04.2026 in Wernigerode sein drittes Kampfkunstmeeting für den Bereich Karate / Kyusho-Jitsu / Selbstverteidigung durch.
Im Hinblick darauf nahmen 27 Teilnehmern teilweise lange Anreisewege aus verschiedenen Bundesländern auf sich, um daran teilnehmen zu können.
Geleitet wurde das Meeting von Dozent, Buchautor und Kampfkünstler Manfred Zink, 9.Dan Kyusho-Jitsu, welcher dazu aus Baden-Baden in den Harz anreiste.
Von 2019 bis 2023 hatte der TKS bereits mit ihm eine bundesweite Ausbildungsreihe im Bereich Vitalpunkttraining durchgeführt und beleuchtet nun einmal jährlich im ursprünglichen Karate noch vorhandene Prinzipien und Anwendungen dieses Bereiches.
Beim Kyusho-Jitsu werden auf Leitbahnen liegende Vitalpunkte mit verschiedenen Wirkungen zur Verteidigung bei Angriffen genutzt.
Diese Facette der vielseitig geprägten Kampfkunst Karate-Do ist vielen Karatekas entweder gar nicht bekannt oder im Laufe der eigenen Praxis angesichts anderer Entwicklungen in Vergessenheit geraten. Ihre Beleuchtung führt somit oft zu einer Art Wiederentdeckung des Sinnes und / oder „Aha-Erlebnis“ bezüglich Techniken oder -abfolgen, die bis dato oft nur trainiert wurde, „weil es denn so vorgeschrieben/schon immer so gemacht worden ist“.
Folgerichtig ging es in diesem Jahr vor allem um die stellenweise nur mit viel Engagement eruierbaren, ursprünglichen Anwendungen der Formen (Kata) des Karate.
Begonnen wurde zunächst mit etwas Theorie zu den Ursprüngen der Kampfkunst Shotokan-Karate-Do, ihren Entwicklungen und den damit entstehenden eigenen Anschauungen, bevor mittags ein kostenloser Imbiss eingenommen werden konnte.
Der nachfolgende Praxisteil beinhaltete dieses Jahr Vergleiche dahingehend, wie Anfänger, Fortgeschrittene und Meister in Bezug auf Richtungen, Winkel, Distanz und Mobilität auf Angriffe reagieren bzw. reagieren sollten, was also je nach Kenntnisstand des jeweils Praktizierenden gelernt und gelehrt werden sollte – und was eben auch nicht, sodass jedem ein Handwerkszeug zu Verfügung gestellt werden, mit dem er je nach seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten effektiv umgehen könne.
Faszinierend dabei war, dass wir dies nur an einer Technik einer Kata der Mittelstufe bzw. um diese herum geübt werden konnte.
Dieses unterstrich wieder einmal den etwas anderen Charakter dieses Lehrgangs unterstrich, welcher oft zum Hinterfragen des eigenen Trainings führt und einen dadurch voranbringt.
Zum Abschluß erhielten alle Teilnehmer exklusiven gestaltete Teilnahmeurkunden; Dozent Manfred Zink konnte sich über ein Geschenk aus der Wernigeröder „Schokoladenfabrik“ freuen. Er sprach seinerseits dem Ausrichterverein und den Teilnehmern ein großes Lob für deren – fortgesetztes - Engagement aus und versprach zur Freude des ausrichtenden Vereines, der sich insbesondere der Vermittlung praktisch anwendbarer Aspekte der Kampfkunst verschreiben hat, im Frühjahr 2027 zu einer Fortsetzung der Lehrgangsreise wiederzukommen.
Text und Bilder: T. Wildies
Redaktion: Pressereferent KVSA

