Am bislang heißesten Wochenende des Jahres stellte sich der deutsche Kata- und Kumite-Nachwuchs einer besonderen Herausforderung: Rund 50 Athleten des T-, NK1- und NK2-Kaders trafen sich vom 26. bis 28. Juni in der Sport- und Karateschule Staßfurt zum Bundestalentkaderlehrgang des Deutschen Karate Verbandes e. V. . Als Leistungsstützpunkt Ost bot die im Karateverband Sachsen-Anhalt e. V. verortete Sport- und Karateschule Staßfurt einmal mehr optimale Bedingungen für ein intensives und anspruchsvolles Trainingswochenende.
Der DKV hatte dazu ein Team renommierter Trainer, Athleten, Referenten und Experten in die Salzlandstadt entsandt.
Trotz der außergewöhnlich hohen Temperaturen zeigten die Nachwuchssportler dabei außerordentlich großen Einsatzwillen, Disziplin und Teamgeist.
Verantwortlich für die sportliche Leitung im Bereich Kata war die Assistenz-Trainerin Christine Heinrich. Im Bereich Kumite waren es der Bundesnachwuchstrainer Swen Sattler sowie die amtierende Weltmeisterin Johanna Kneer, die gemeinsam zahlreiche Trainingseinheiten, technische Übungen und intensive Randori leiteten. Auch Michèl Olschewski als Landestrainer von Sachsen-Anhalt und Stützpunktleiter ließ es sich nicht nehmen, eine Trainingseinheit in seinem Dojo zu geben. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Weiterentwicklung individueller Fähigkeiten, sondern auch die Förderung des Teamgedankens und die Vorbereitung auf kommende nationale und internationale Wettkämnpfe.
Ein besonderer Schwerpunkt des Lehrgangs lag auf der ganzheitlichen Ausbildung der jungen Leistungssportler. Der Sportpsychologe des Deutschen Karate Verbandes, Hendrik Christen, vermittelte Athleten, Eltern und Trainern wertvolle Einblicke in die Bedeutung mentaler Stärke im Leistungssport. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit Themen wie Ernährung, Regeneration, Schlaf und dem bewussten Umgang mit digitalen Medien im Trainingsalltag.
Für den T-Kader standen zudem umfassende Sportleistungstests auf dem Programm, die der wissenschaftliche Koordinator des DKVs, Ludwig Anders, initiierte. Ergänzt wurde das Wochenende durch Athletik- und Fitnesseinheiten, die den hohen Anforderungen des modernen Wettkampfkarates Rechnung tragen.
Trotz der körperlichen Belastungen sorgte, dank einer großzügigen Spende der Salzlandküche, ein gemeinsamer Grillabend am Samstag für einen gelungenen Ausklang des Tages und stärkte den Zusammenhalt innerhalb des Teams. Unter dem Motto #WirFürD, #TeamDeutschland und #OneTeamOneDream wurde deutlich, dass Spitzenleistungen nur gemeinsam erreicht werden können.
Mit einem abschließenden gemeinsamen Training aller Kaderstufen endete am Sonntag ein intensives und erfolgreiches Wochenende. Die Verantwortlichen zogen eine durchweg positive Bilanz und dankten der Sport- und Karateschule Staßfurt als Ausrichter und Leistungsstützpunkt Ost für die hervorragende Organisation und die ausgezeichneten Rahmenbedingungen.
Das Bundeskadertraining hat einmal mehr gezeigt: Leidenschaft, Zusammenhalt und der Wille zur kontinuierlichen Verbesserung sind stärker als jede sommerliche Rekordhitze.
Text und Bilder: A. Wegner
Redaktion: Pressereferent KVSA

